Mit vereinten Kräften das Problem der Verkehrsinfrastruktur lösen

Berlin/Bonn, 13.06.2013 (BÖB) – Auch auf der weltgrößten Logistikmesse war das Thema Infrastrukturfinanzierung von Verkehrswegen nicht wegzudenken. Der Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen e. V. (BÖB) hat sich gemeinsam mit dem Deutschen Speditions- und Logistikverband (DSLV) dieser Frage angenommen und im Rahmen eines Forums unter dem Motto „Finanzierung offen – Das System Wasserstraße zwischen Finanzierungskreisläufen und Wettbewerbsfähigkeit“ mit Fachleuten diskutiert.

 

Die Ergebnisse der Arbeit der Kommission zur Zukunft der Verkehrsinfrastruk-tur erläuterte Dr. Karl-Heinz Daehre. Karl-Heinz Daehre, fast 10 Jahre Ver-kehrsminister in Sachsen-Anhalt, ging im Anschluss an seine Präsentation auf die Frage, wieso es so schwer ist mehr Mittel für die Verkehrsinfrastruktur zu bekommen, ein. „Wir sind im Wettbewerb der Politikfelder noch nicht bedeut-sam genug. Wollen wir mehr Steuermittel, sind mehr Nutzerabgaben ein wich-tiges Signal.“

Auch wenn der Verkehrsträger Wasserstraße als der umweltfreundlichste gilt, nimmt sein Anteil am Model Split leider weiter ab. Das liegt einerseits am Güterstruktureffekt, aber andererseits an einer immer maroderen und unzuver-lässigeren Wasserstraßeninfrastruktur. Im Rahmen der gemeinsamen Fo-rumsveranstaltung wurden die Erwartungen der Verlader und Spediteure an die Binnenschifffahrt, bzw. an die Politiker diskutiert.

Auf die Frage - was kann die Binnenschifffahrt realistischer Weise leisten?, antwortete Dr. Martin Staats, Vorstandsmitglied der MSG eG: „Um die drin-gend benötigten Mittel für den Erhalt der Wasserstraßen zu bekommen sollten wir gemeinsam die Konkurrenz- und Leistungsfähigkeit des System Wasser-straße und Häfen gegenüber der Politik noch stärker verdeutlichen.“

Günter Haberland, geschäftsführender Gesellschafter, M. Zietzschmann GmbH & Co. KG äußerte sich zur Frage: „Wie kann die Wettbewerbsfähigkeit erhöht werden?" insbesondere besorgt über den Zustand der Infrastruktur und die daraus resultierenden Folgen. "Der Zustand der veralteten Schleusen lässt den Logistiker an der Zuverlässigkeit der Binnenschifffahrt zweifeln. Diese ist aber unbedingte Voraussetzung für deren Einbeziehung in logistische Syste-me."

BÖB und DSLV sind sich einig: Mit vereinten Kräften ist das Problem der Infrastrukturfinanzierung lösbar. Das System Wasserstraße sollte zukünftig eine größere Bedeutung in Politik und Öffentlichkeit erfahren.

Den Vortrag von Dr. Karl-Heinz Daehre können Sie hier downloaden.


Ihre Ansprechpartner für Rückfragen:

Anja Fuchs
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit
Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen e. V.
Leipziger Platz 8
10117 Berlin
Tel.: 030 / 39884362
Fax: 030 / 39840080
Mail: presse-boeb@binnenhafen.de
Web: www.binnenhafen.de


Ingo Hodea
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
DSLV Deutscher Speditions- und Logistikverband e.V.
Platz vor dem Neuen Tor 5, 10115 Berlin
Tel.: 0049 / (0)30 / 2787469 - 11
Fax: 0049 / (0)30 / 2787469 - 9
E-Mail: ihodea@dslv.spediteure.de
www.dslv.org, www.spediteure.de